Struktur braucht Gebäude – Langjährige Leiterin der Liegenschaftsabteilung Dagmar Quiring in den Ruhestand verabschiedet

Trier – Man könnte sagen, sie kennt fast jeden „Bau-Stein“ im Evangelischen Kirchenkreis Trier – auf jeden Fall aber weiß sie genau, welche Kirche welches Dach, welche Glocken und welche baulichen und auch historischen Besonderheiten hat: Nach rund 18 Jahren im Dienst als Architektin und Leiterin der Liegenschaftsabteilung im Verwaltungsamt des Trierer Kirchenkreises hat sie den Überblick. Nun wurde Dagmar Quiring im Rahmen einer festlichen Feierstunde im Trierer Verwaltungsamt aus dem aktiven Dienst in den verdienten Ruhestand verabschiedet – ein langer Lebensabschnitt und die Zeit ihrer hauptberuflichen Tätigkeit als Architektin ging damit zu Ende.

Und damit eine Zeit voll vielfältiger Aufgaben und Projekte: 2008 begann Quirings Dienst im Verwaltungsamt, der zunächst vor allem die Erstellung einer Gebäudestrukturanalyse für alle Gebäude der Kirchengemeinden des Kirchenkreises beinhaltete. Für diese Aufgabe brachte sie neben zahlreichen Qualifikationen auch aus 14 Jahren selbständiger Architektentätigkeit alle nötigen Voraussetzungen mit, spezialisiert auf Umbau und Sanierung von Gebäuden war sie bestens gerüstet für die Aufgaben und Herausforderungen im Kirchenkreis Trier und es wurde schnell deutlich, dass es unerlässlich sei, die Gemeinden im Bereich Bau professionell zu unterstützen. Und so folgte die Übertragung der Leitung der damals neuen Abteilung „Bau- und Liegenschaftsangelegenheiten“, die Quiring dann stetig mit aufgebaut hat. In Quirings Dienstzeit fielen zahlreiche Projekte, Aufgaben und auch Veränderungen – durch den Anschluss aller Kirchengemeinden ans Verwaltungsamt ab 2013, die Einführung und Umsetzung des Verwaltungsstrukturgesetzes und auch die Betreuung der Gebäude des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums hat sich das Aufgabenfeld der Liegenschaftsabeilung sowie Quirings Verantwortungsbereich immer mehr erweitert.

Mit Fleiß, Ausdauer und Biss durch wechselhafte Zeiten
Verwaltungsleiter Heiko Nagel betonte angesichts dieser Fülle, Quiring habe sich mit Fleiß, großer Ausdauer und Biss immer wieder in sich verändernde Rahmenbedingungen, Aufgabenfelder und Verfahrenswege „reingefuchst“, dadurch habe man, so Nagel, sehr vieles auf den Weg bringen können, wie beispielsweise die bereits erwähnte Gebäudestrukturanalyse, die vielen Baumaßnahmen, Beratungsdurchführungen, die Gebäudebedarfsplanungen für die Kirchengemeinden und vieles mehr. Vieles von dem, was Quiring in ihrer Zeit im VWA geleistet habe, sei 2007 so noch gar nicht angedacht geschweige denn gefordert gewesen – „mit einem Riesenengagement hast Du ab Deiner Einstellung jede beruflich notwendige Herausforderung angenommen“, so Nagel und führte weiter: „Sehr, sehr vieles hast Du auf den Weg gebracht und auch zum erfolgreichen Abschluss geführt, und dafür gebührt Dir ganz großer Dank“.

Struktur braucht Gebäude
Dabei habe Quiring einen wichtigen Leitsatz gehabt: „Struktur braucht Gebäude“. Für sie sei es eine feste Überzeugung gewesen, dass da, wo Menschen, wo Christinnen und Christen sich versammeln, es auch Räume brauche – das verdeutliche dieser Leitsatz: „Du hast Deine Aufgabe immer darin gesehen, Räume zu schaffen, auch aus Deinem christlichen Verständnis heraus, dass wir als Kirche Orte brauchen, für alle, die Teil unserer großen Gemeinschaft sein wollen“, betonte Nagel.
Viele Gebäude, auch das Verwaltungsamt, tragen heute Quirings Handschrift, durchdacht geplant, sorgfältig gestaltet und getragen von der Verantwortung der Nutzenden der Häuser.
„Deshalb war Deine Arbeit bei und für uns immer mehr als ein Broterwerb. Sie war und ist Ausdruck von Arbeiten mit Herz, Verstand und Glauben“, so Nagel.
Abschließend dankte Heiko Nagel noch einmal für alles Tun und insbesondere „für die von Dir eingebrachten Kompetenzen, für Dein Engagement, Deine Zuverlässigkeit, für das gute Miteinander, für Deine Offenheit und die Bereitschaft, auch immer wieder neue Themenfelder anzugehen“.

Architektin Heike Jung, die bereits seit 2024 in der Liegenschaftsabteilung tätig ist, tritt nun die Nachfolge von Dagmar Quiring an und übernimmt die Leitung der Abteilung. Für sie sei es „ein Privileg gewesen, ein Jahr mit Dir gearbeitet zu haben“, dankte Jung Quiring auch für die Möglichkeit, die Zeit der Einarbeitung gemeinsam gestalten zu können.
„Du wirst nicht nur eine große fachliche, sondern auch eine menschliche Lücke hinterlassen“, betonte Rita Thomas und dankte Quiring als MAV-Vorsitzende auch im Namen aller Kolleginnen und Kollegen.
Und Jörg Weber, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises, brachte es in seinen Dankesworten abschließend noch einmal auf den Punkt: „Großen Dank für all das, was Sie hier getan haben in all den Jahren, wir haben uns sehr, sehr gut begleitet gefühlt.“

Zur Person: Dipl.-Ingeneurin Dagmar Quiring
Von der Pike auf: Nach Abschluss der Handelsschule folgte die Ausbildung zur Bauzeichnerin, anschließend wechselte Dagmar Quiring, Jahrgang 1959, auf die Fachoberschule für Bautechnik in Düsseldorf, ab 1981 folgte dann das Studium mit Abschluss Dipl.-Ingenieurin. In den 1990er Jahren absolvierte Quiring ein Fernstudium mit Abschluss Diplom als Fachfrau für angewandten Umweltschutz. 2004 komplettierte der Abschluss an der FH Kaiserslautern als Gutachterin für die Bewertung von Grundstücken ihren beruflichen Werdegang.

Dagmar Quiring bleibt dem Verwaltungsamt und dem Kirchenkreis weiterhin erhalten – auch über den Eintritt in den Ruhestand hinaus übernimmt sie Aufgaben, zumindest mit einem kleinen Stundenkontingent, das, so Nagel „wir sehr gut werden nutzen können“.


zurück zur Übersicht

  • 15.01.2026
  • Öffentlichkeitsreferat des Evangelischen Kirchenkreises Trier
  • Red